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FDP Hilden macht bei Freifunk mit

„Freies WLAN für Hilden!". So lautet das Ziel der Freien Demokraten, die seit einigen Jahren den Ausbau des freizugänglichen und kostenlosen WLAN-Netzwerkes in der Hildener Innenstadt fordern. Die FDP möchte mit gutem Beispiel voran gehen und hat jetzt mit Unterstützung der Freifunk-Initiative einen kostenlosen WLAN-Zugang in ihrer Geschäftsstelle geschaffen. „Mit der Freischaltung des Freifunk-Routers können Personen, die sich in der Nähe unserer Geschäftsstelle aufhalten, ohne Registrierung im Internet surfen - und das zum Null-Tarif", verkündet Yannick Hoppe, FDP-Ratsmitglied.
Freifunk ist eine nicht-kommerzielle Initiative zum Ausbau eines selbstverwalteten, öffentlichen und freien Kommunikationsnetzes. Jeder Bürger, Gewerbetreibende oder Verein kann sich mit einem Anschluss des Freifunk-Routers an den heimischen WLAN-Router an der Ausbreitung des Empfangs beteiligen. „Dabei bieten die Router höchste Sicherheitsstandards dank einer Open-Source-Software. Der Freifunk-Router bildet ein Netz neben dem eigenen WLAN-Netz, sodass die Störerhaftung nicht greift. Der Internetzugang wird dabei über Server abgewickelt, die der Freifunk Rheinland e.V. betreibt", erklärt Andreas Benoît, Sprecher der Freifunker in Hilden.
Die Freifunk-Router verbinden sich untereinander. Wenn diese also in kurzer Distanz zueinander aufgestellt werden, entsteht ein flächendeckendes Netz. „Der Nutzer kann mit seinem Endgerät dann ohne erneute Anmeldungen im Netz surfen. Im Idealfall also bei einem Einkaufsbummel von der Gabelung bis zum Fritz-Gressard-Platz und auch während der Kaffeepause auf dem Alten Markt", meint Hoppe.
Aus Sicht der FDP haben die Freifunk-Router einen weiteren großen Vorteil, da keine teure Infrastruktur geschaffen werden muss. „Die Einsteigermodelle kosten 15 Euro, Outdoor-Geräte mit höherer Reichweite sind etwas teurer. Damit wird Freifunk auch für die Gastronomen und Einzelhändler der Innenstadt interessant. Trotzdem streben wir mittelfristig einen Beitritt der Stadt Hilden zum Freifunk-Verein an, wie es zum Beispiel die Stadt Wipperfürth getan hat", so Rudi Joseph, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Hildener Stadtrat. So soll die Stadt dann eine Lückenschließung garantieren, damit ein flächendeckendes Netz gewährleistet ist. „Wir erwarten von der Verwaltung, dass sie mit den Gastronomen und Einzelhändlern spricht und für den Freifunk wirbt, damit nicht zahlreiche Parallel-Netzwerke nebeneinander entstehen und jeder sein eigenes Süppchen kocht", fordert Yannick Hoppe.
Die bisherigen Anträge zu einem kostenlosen WLAN waren von Rat und Verwaltung aus Kostengründen abgelehnt worden. Danach rechnete die Verwaltung vor, ein flächendeckendes Netz durch einen kommerziellen Anbieter würde 300.000€ kosten. Außerdem gab es Unklarheiten bezüglich der Haftung im Fall von Missbräuchen. „Beide Einwände lassen sich mit der Freifunk-Initiative umgehen. Wir ermuntern alle Bürger, Vereine, Fraktionen und Gewerbetreibende unserem Beispiel zu folgen, um den Freifunk in Hilden bekannter zu machen", sagt Rudi Jospeh abschließend.

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