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„Schlimmstes Schmierentheater“ - ‚Rheinische Post’ kritisiert Abstimmungsverhalten der FDP in Sachen Hilden Wains in der Ratssitzung vom 7. Juli 2010

In ihrer Ausgabe vom 9. Juli (be)richtet Barbara Jakoby, Redaktionsleiterin der Rheinischen Post für die Lokalausgabe Hilden/Haan, über das Abstimmungsverhalten von FDP und BA in der letzten Ratssitzung vom 7. Juli 2010.
In der besagten Abstimmung ging es im Grundsatz darum, ob die Stadt Hilden ihr Versprechen gegenüber den Wains, ihnen eine Spielmöglichkeit in Hilden zu schaffen, einhält oder nicht.

In den vergangenen Jahren haben FDP, BA und CDU mit größtem Engagement, harter Arbeit und Leidenschaft für das Ziel gekämpft, den Wains in Hilden eine sportliche Heimat zu bieten. Dabei wurde das Gesamtkonzept mehrfach modifiziert, um die manchmal mehr, meistens jedoch weniger berechtigten Einwände der Baseball-Gegner zu berücksichtigen.

Eine Spielstätte für die Wains stand am 7. Juli nicht zum ersten Mal auf der Tagesordnung des Rates und die SPD macht keinen Hehl daraus, Baseballsport in Hilden verhindern zu wollen. Bereits zuvor hatte sich die SPD nicht darauf beschränkt, einen entsprechenden Antrag einfach abzulehnen, sondern über den „Geschäftsordnungstrick“ der geheimen Abstimmung erfolgreich auf heimliche Überläufer aus den Reihen der Befürworter gehofft. Trotz scharfer Kritik an dieser Trickserei wiederholte die SPD dieses unwürdige Schauspiel in der Ratssitzung am 7. Juli. Kein Wunder, dass aufrechten Demokraten hier der Kragen geplatzt ist und dass sie für Transparenz in einer vergleichsweisen unspektakulären Sachentscheidung demonstrativ eingetreten sind, indem sie ihr Abstimmungsverhalten öffentlich machten.

Mit ihrer Geheimpolitik wollte die SPD einzig und allein Ratsmitglieder unterstützen, die sich in ihrem Wahlkreis für ein „Ja“ feiern lassen und dann heimlich und anonym mit „Nein“ abstimmen. Hier ging es nicht um Gewissensentscheidungen für Kampfeinsätze der Bundeswehr, nicht um den Schutz ungeborenen Lebens, sondern schlicht und ergreifend darum, ob sportbegeisterte Mitbürger auf einem Acker, für den der Bürgermeister seit mehr als 10 Jahren vergeblich einen Investor sucht, fast zum Selbstkostenpreis vorübergehend einen Ball durch die Luft werfen dürfen oder nicht. Dass die SPD hieraus eine polit-taktische Geheimkommandosache machte, ist in Wahrheit jenes „schlimmste Schmierentheater“, das Frau Jakoby im Verhalten der Ratsmitglieder von FDP und BA gesehen haben will. Tagelanges Spekulieren über mögliche Abweichler wäre für das Geschäft der RP wohl attraktiver gewesen.

Die FDP wird sich weiter dafür einsetzen, dem Baseballsport in Hilden eine Perspektive zu geben.

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