Sehr geehrter Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren, wir haben einen neuen Stadtrat, wir haben einen neuen Haushaltsentwurf und wir haben ein altes Problem: ein Defizit im Haushalt. Und dieses Defizit könnte 2010 mit fast 8,5 Millionen Euro sogar zum Rekord-Defizit werden.
Dem Kämmerer der Stadt Hilden, Herrn Klausgrete, und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Finanzservice möchten wir für seine Arbeit danken. Er hat alles in seiner Macht Stehende getan, um das Defizit nicht noch größer werden zu lassen.
Die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sind bei uns in Hilden längst angekommen, auch wenn einige Fraktionen im Hildener Stadtrat so tun, als würde uns das nichts angehen. Beispielhaft möchte ich nennen:
Ø Mehrbelastung der Kreisumlage von aufgerundet 3,9 Millionen Euro
Ø Rückgang des Anteils an der Einkommensteuer in Höhe von 15 %.
Hinzu kommen Mehraufwendungen für die Pflichtaufgaben, z.B. mehr Personal bei der Feuerwehr, aber auch mehr Personal in den Kindergärten für die Betreuung der unter 3-Jährigen. Dies ist von einer breiten politischen Mehrheit so gewollt, und wir wollen das auch nicht kritisieren.
Was aber die Gesamtbilanz des Haushaltsentwurfes angeht, muss die FDP-Ratsfraktion allerdings deutlich werden. Der Haushalt weist in diesem Jahr 168 Millionen Euro Gesamteinnahmen aus, inklusive der internen Leistungsverrechnung. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 4,3 %. Die Gesamtausgaben betragen nach dem vorgelegten Entwurf 174,4 Millionen Euro. Hier ist eine Steigerung der Gesamtausgaben um 7,1 % zu verzeichnen. Das zeigt deutlich eine Schieflage unserer finanziellen Gesamtsituation und hier setzt unsere Kritik an: Trotz der absehbaren Schieflage haben viele im Stadtrat nicht den Mut, dem absehbaren Rekord-Defizit entschieden gegenzusteuern.
Es fehlt sogar die Entschlossenheit, für wirtschaftsfördernde Maßnahmen zu stimmen, die fast nichts kosten, aber viel bringen - wie beispielsweise der Antrag der FDP-Fraktion zur „Öffnung der Weststraße“. Hier hätte man mit einer kleinen Maßnahme Großes erreichen können. Obwohl die CDU-Fraktion stets für die Aufhebung einer Sperrung der Weststraße votiert hatte, zeigte sie, - wie immer,wenn es darauf ankommt - mal wieder ihr wahres Gesicht: Persönliche Eitelkeiten stehen vor Sachentscheidungen. Herr Dr. Schnatenberg, lassen Sie sich sagen, mit so einer politischen Geisteshaltung machen Sie sich in der Hildener Bevölkerung keine Freunde.
Eine beachtliche Gewerbesteuereinnahme von 48 Millionen Euro wird im Haushaltsjahr 2010 vereinnahmt. Trotz der gestiegenen Einnahmesituation und einer gleichbleibenden stabilen Gewerbesteuereinnahme gelingt es uns auch in diesem Jahr wieder nicht, den Haushalt auszugleichen. Nur der Griff in die Ausgleichsrücklage bringt den fiktiven Ausgleich. Das reicht aber nicht aus. Augenscheinlich ist nur eine Minderheit in diesem Rat bereit, eine nachhaltige und vorausschauende Finanzpolitik zu betreiben. Wer bereit ist, beim Defizit von 8,5 Millionen Euro auch noch eine Dreifach-Sporthalle plus Gymnastikraum in einer 5-Sterne-Premium-Ausführung in Hilden zu bauen, kann nicht ganz bei Trost sein! Wie lange soll das denn noch gut gehen? Die Liquidität ist spätestens in zwei bis drei Jahren aufgebraucht, und dann stehen wir finanztechnisch mit dem Rücken an der Wand. Wir, die Hildener FDP, bezeichnen so eine Vorgehensweise als unverantwortlich der kommenden Generation gegenüber. Denn jedes Kind weiß: Die Schulden von heute, das sind die Steuern von morgen.
Es ist in der Tat richtig, dass die Hildener FDP einen Bedarf an einer weiteren Sporthalle im Schulgelände am Holterhöfchen sieht. Die Aufnahme des Ganztagsschulbetriebes am Helmholtz-Gymnasium sowie an der Wilhelm-Fabry-Realschule zeigt einen langsam steigenden Bedarf an mehr Sporthallen-Kapazität. Das Zahlenwerk für Hallenbelegung und Schülerzahlen-Entwicklung war vom Dezernenten Gatzke leider nur spärlich aufbereitet. Wir sind der Meinung: Hallenbau ja, aber in einer verträglichen Art und Weise. Ich kann nur das ausgeben, was ich mir leisten kann. Also wäre es angebracht, eine abgespeckte Zweifach-Sporthalle für weniger Geld zu errichten. Das Luxus- und Prestige-Projekt "Dreifach-Sporthalle" am Holterhöfchen ist für die Stadt Hilden im Moment drei Nummern zu groß. Es muss nicht immer alles in Blattgold sein. Darüber hinaus wird eine Tribüne für 300 Zuschauer geplant. Die kommen ja nicht, um sich aufzuwärmen, die kommen zu einem Sportevent, an dem auch noch ein paar Sportler und deren Begleitung teilnehmen. Und summa summarum werden für so einen großen Baukörper, in dem sich Hundertschaften von Menschen gleichzeitig aufhalten können, nur 18 Pkw-Stellplätze eingeplant. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Planung! Wir bezeichnen das als einen Skandal! Über den weggefallenen Bolzplatz wird Stillschweigen vereinbart. Die dort wohnenden Kinder und Jugendlichen, die noch gar nichts davon ahnen, was ihnen weggenommen wird, werden sich herzlich bedanken. Und das nur, weil sich eine Minderheit, ein paar Wenige, ein Sporthallen-Denkmal setzen möchte.
Das gleiche gilt für den Ellen-Wiederhold-Platz: Hier werden 2 Millionen Euro rausgeballert! Und das für die Verlegung von ein paar Pflastersteinen. Jeder Hauseigentümer wird bei Neubaumaßnahmen oft genötigt, den Bürgersteig bei seiner Zufahrt selbst aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Das gleiche hätten wir erwartet von dem namhaften Investor der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert. Hier wurde aus unserer Sicht das Falsche zugesagt und noch obendrauf schlecht verhandelt. Für uns zählt das Verursacherprinzip: Wer den Platz für eine Baustelle abbricht, soll ihn wieder herrichten. Für uns werden hier 1,5 Millionen an Steuermitteln zu viel ausgegeben. Meine Damen und Herren von CDU und SPD: Wer in der Politik beliebig ist, der verliert die Weitsicht. Finanzpolitik ist nichts für Kurzsprinter. Finanzpolitik vorausschauend zu betreiben ist ein Marathon. Bei uns zählt der Grundsatz „Verlässlichkeit vor Behäbigkeit“. Nur wer bereit ist, sparsam und mit Augenmaß hauszuhalten, kann unsere Stadt zukunftssicher aufstellen.
Aus Sicht der FDP Hilden ist es nicht zu viel verlangt, in allen Bereichen ein wenig sparsamer mit den Ressourcen umzugehen: z.B. bei der Musikschule, z.B. bei der Stadtbücherei, z.B. bei der VHS. Bäume wachsen nicht in den Himmel, und man muss bereit sein, den Mut zu haben eine Grenze zur Deckelung eines Budgets zu ziehen. Die Vorwürfe, die Hildener FDP wolle die Musikschule Hilden zerstören, weise ich nachhaltig zurück. Wer so etwas behauptet und in die Öffentlichkeit streut oder wer per E-Mail oder Facebook die Eltern und Mitglieder der Musikschule falsch informiert, der handelt verlogen.
Wir wollen die Hildener Musikschule mit ihrem hohen Niveau. Wir sind stolz darauf, was die Musikschule in Hilden in vielerlei Hinsicht leistet. Deshalb darf man allerdings keine Blanko-Schecks ausfüllen. Wenn wir allen Einrichtungen, die Unterstützenswertes leisten, ohne Rücksicht auf die Kassenlage Fördermittel in gewünschter Höhe bewilligen, gehen wir definitiv pleite. FDP-Finanzpolitik bedeutet, die vorhandenen Mittel zielgerichtet und bedarfsgerecht einzusetzen und Zuschussempfänger zu ermuntern, Einsparpotenziale zu suchen und zu finden. Mittel für Bildungsmaßnahmen oder zur Förderung des Ehrenamtes sind gut angelegtes Geld. Der Umbau und Ausbau für die offenen Ganztagsschulen oder für die U3-Plätze ebenso. Das gleiche gilt für die geplante Sanierung der Sportanlage an der Schützenstraße. Hier wird fast täglich Schulsport betrieben, und darüber hinaus haben die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, wie der AC-Italia, der marokkanische Arbeitgeberverein und der türkische Fußballclub, ihre Heimat. An diesem Standort findet nachhaltige Integration statt. Finanzmittel zielgerecht einsetzen, heißt für uns auch ein neues Funktionsgebäude beim SV Hilden Nord zu errichten. Hier teilen sich 25 Mannschaften - sprich 700 Mitglieder - zwei Umkleidekabinen und 10 Duschköpfe. Das ist ein Zustand, der nicht hinnehmbar ist! Auch hier müssen Planungen schnellstens auf den Weg gebracht werden, denn wir sehen großen Handlungsbedarf.
Meine Damen, meine Herren dieses Rates, wir, die FDP, sind am 30. August 2009 in doppelter Größe in den Rat gewählt worden, weil wir gesagt haben, wir möchten eine Neuverschuldung verhindern und Altschulden tilgen. Nach den Ergebnissen und Abstimmungen in den letzten Wochen über den Haushaltsplan in den Fachgremien muss ich für die FDP klar zu Protokoll geben, dass wir nicht bereit sind, diesen verantwortungslosen Schritt in die Schuldenstadt Hilden mit einem Rekord-Defizit mitzugehen. Wir wollen mit Augenmaß Zukunft gestalten und nicht dazu beitragen, unser eigenes Finanzgrab zu schaufeln.
Meine Damen und Herren, um es mit Martin Luther zu sagen: Hier stehe ich, ich kann nicht anders! Die FDP lehnt diesen Schuldenhaushalt 2010 ab. Wir dürfen die Augen davor nicht verschließen, dass wir Gefahr laufen, einer Haushaltssicherungs-Enteignung entgegenzusprinten. Wir, die Hildener FDP, stimmen keinem Haushalt zu, der sinnlos Liquidität verbrennt und die Verschuldung in die Höhe treibt. Das ist mit der FDP nicht zu machen!
Ich danke ihnen für ihre Aufmerksamkeit.
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Parteitag der Hildener FDP wählt Uwe Gramminger zum Nachfolger von Rudi Joseph als Parteivorsitzenden
Mit einstimmigem Wahlergebnis und ohne Gegenkandidaten wählten die Hildener Liberalen auf ihrem Ordentlichen Parteitag am 10. März 2010 den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden, Uwe Gramminger, zum neuen Vorsitzenden.
![]() Bereits vor Tagen hatte der bisherige Vorsitzende, Rudi Joseph, angekündigt, nach einem für die FDP sensationell erfolgreichem Wahljahr 2009 den Parteivorsitz abzugeben, da das neue Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters neben dem Fraktionsvorsitz und der Gremienarbeit sein Zeitbudget für ehrenamtliche Aufgaben bereits mehr als ausfüllt.
Joseph dankte den Parteimitgliedern für die enorme Unterstützung, die er in den letzten Jahren erfahren hat, und hob hierbei unter stehendem Beifall des Parteitags insbesondere seine Wegbegleiter von der ersten Stunde hervor: Horst Welke, Wilfried Kruse, Dörthe Dylewski, Friedhelm Burchartz, Mirjam Ballon und Viktor Herold. Für die hervorragende Unterstützung im Wahlkampf bedankte er sich - stellvertretend für das ganze Team - besonders bei Hans-Peter Beyer, Uwe Gramminger und Dr. Heimo Haupt.
Uwe Gramminger übernahm den symbolisch überreichten blau-gelben Staffelstab aus den Händen seines Vorgängers. Der mit viel Beifall bedachte neue Vorsitzende versprach eine Fortsetzung der liberalen Arbeit in Hilden und ein zielorientiertes Führen im Team.
Als neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Dr. Heimo Haupt einstimmig gewählt. Als Beisitzer rückte Hendrik Döpper von den Jungen Liberalen neu in den Vorstand auf.
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Geben ist seliger denn nehmen! Während die Stadt Hilden mittlerweile ein Haushaltsdefizit von ca. € 8,5 Millionen für das laufende Jahr 2010 zu befürchten hat und um Einsparungen nicht herumkommt, positionieren sich bereits die Interessenvertreter der vermeintlichen Opfer. Schnell wird über Facebook, Rundbriefe und Telefonketten mobilgemacht.
Worum geht es? Es geht um Zuschüsse für die Musikschule Hilden im Haushalt 2010, die unter die sog. „Freiwilligen Leistungen“ fallen, die, in Zeiten des klammen Geldbeutels, erst dann bedient werden, wenn die Pflichtleistungen erfüllt worden sind. Im Falle der Musikschule hat die Politik in Zeiten, in denen es der Stadt Hilden finanziell viel besser ging, ein Musikschulförderprogramm auf die Beine gestellt, das seinesgleichen in NRW sucht. Hohe Investitionen in einen Neubau und in die gesamte Ausstattung wurden geleistet.
Förderprogramme wie Jeki (‚Jedem Kind ein Instrument’) wurden verabschiedet und somit auch der jährliche Etat von ursprünglich € 500.000,- auf heute € 1.100.000,- ausgeweitet. Es ist dabei völlig unbestritten, dass die Arbeit aller beteiligten Akteure hervorragend ist und dass die Musikschule zu einem wichtigen Standortfaktor Hildens wurde. Kein Politiker möchte den Etat der Hildener Musikschule so weit herabsetzen, dass eine vernünftige pädagogische Arbeit nicht mehr möglich wäre.
Politik muss sich aber in Zeiten leerer Kassen die Frage gefallen lassen, ob eine Haushaltssteigerung im zweistelligen Prozentbereich für die Musikschule gerechtfertigt ist. Würde Politik - wie z.B. der Vorsitzende des Fördervereins oder der für dieses Ressort zuständige Dezernent - nur auf die Entwicklung der Musikschule achten, so müsste man ihr vorwerfen, dass sie nicht das Ganze im Blick habe. Weil liberale Politik in Hilden aber eine Förderung mit Nachhaltigkeit und Augenmaß verfolgt und gleichzeitig die Neuverschuldung stoppen sowie die Altschulden tilgen will, kann die FDP der gewünschten Erhöhung des Musikschuletats nicht zustimmen. Einem Zuschussempfänger zudem automatisch die gewünschten Erhöhungen zu genehmigen, hieße auch, ihn jeglicher Motivation für Effizienzsteigerungen im eigenen Betrieb zu berauben. Die Stadt Hilden lebt zurzeit über ihre Verhältnisse. Wenn wir jetzt nicht einlenken, dann werden spätere Einschränkungen umso schmerzhafter für alle Beteiligten.
Die FDP Hilden ist der Überzeugung:
Musikschule - ja,
finanzielle Sicherheit auf hohem Niveau für die Musikschule - ja,
Erhöhung des Etats für die Musikschule im Jahr 2010 – nein.
Nur wenn jeder einen kleinen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung zu leisten gewillt ist, dann werden wir Hilden als Bildungs- Kultur- und Sportstadt im Herzen des Kreises Mettmann nachhaltig nach vorne bringen können.
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Vergabe von Bauprojekten an die IGH Hilden Die Vermutung der CDU-Fraktion, wonach die Stadtverwaltung Aufträge unter Missachtung des geltenden Vergaberechts vergeben habe, muss mit juristischem Sachverstand sorgfältig und schnell geprüft werden, fordert FDP-Chef Rudolf Joseph.
Das komplexe und äußerst komplizierte Vergaberecht auf EU-Ebene ist selbst für Juristen, die hierauf nicht spezialisiert sind, kaum durchschaubar, geschweige denn von ehrenamtlichen Ratsmitgliedern zu überblicken. Die von der CDU kritisierte Verfahrensweise der Stadtverwaltung beruht nicht auf neuen Erkenntnissen oder Tatsachen und ist nach den ersten Einschätzungen renommierter Vergaberechtsjuristen nicht mit den üblicherweise zitierten EuGH-Vorzeigeurteilen vergleichbar. Alle Entscheidungen über Bauvorhaben einschließlich deren Vergabe sind in den letzten Jahren transparent und mit breiter Mehrheit von der Politik beschlossen worden. Dies geschah guten Glaubens in der Annahme, in rechtmäßigen Verfahren ein Maximum an Effizienz hinsichtlich der Kosten und der Verfahrensdauer zum Wohle der Stadt Hilden und damit zum Wohle der Allgemeinheit zu erreichen.
Neu ist allerdings die juristisch ausgebildete Führungsspitze der CDU, die in der Beurteilung der städtischen Bauvergaben der letzten Jahre offensichtlich zu anderen Ergebnissen kommt als ihre Vorgängerin im Amt. Das ist legitim, allerdings erscheint es aus Sicht der FDP unklug, Vorgänge zu skandalisieren und den guten Ruf unserer Stadt Hilden über Nacht zu beschädigen, bevor überhaupt abschließend geprüft ist, ob die Vorwürfe berechtigt sind.
Die juristische Untersuchung muss nun Klarheit und vor allen Dingen Lösungen für die Stadt Hilden in das Verfahren bringen. Eine voreilige Kriminalisierung unserer Stadtverwaltung auf der Grundlage von Behauptungen ist aber unerträglich und widerspricht dem Rechtsstaatsprinzip der Unschuldsvermutung. Sollte allerdings gegen Recht und Gesetz gehandelt worden sein, ist die Politik gefragt, dieses Fehlverhalten schnell aufzuklären und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, so Joseph abschließend.
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In seiner Sitzung am 20. Januar 2010 beschloss der Stadtentwicklungsausschuss (STEA) mit hauchdünner Mehrheit gegen die Stimmen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und dUH, die Verwaltung zu beauftragen, die Gesellschaft kommunaler Anlagen (GkA GmbH Hilden), eine Tochtergesellschaft der Stadt, aufzufordern, in der Giesenheide eine schlüsselfertige Baseball- und Softball-Anlage zu erstellen und an den Sportverein Hilden Ost zu vermieten. Nach der für die Wains desaströsen Fehlentscheidung des STEA am 9. Dezember 2009, die auf einer massiven Falschinformation der Verwaltung beruhte, eine Baseball- und Softball-Anlage in der Giesenheide würde horrende Folgekosten verursachen, dürfte durch die neuerliche Entscheidung endlich der Weg zu der von der Politik seit Jahren und noch im Kommunalwahlkampf den Wains versprochenen eigenen Sportanlage geebnet sein.
Wie stark sich in letzter Zeit die Diskussion um eine Baseball- und Softball-Anlage von jeglicher sachlichen Grundlage entfernt hat, bewies ein Vorfall, dass in der Einwohnerfragestunde ein Gegner der Baseball-Anlage derart in der Sitzung randalierte, dass die Vorsitzende, Frau Alkenings, diesen Herrn aus dem Sitzungssaal weisen musste.
Leider wird die Neiddebatte immer wieder befeuert durch die andauernde Fehlinformation der Öffentlichkeit, auf die Stadt, also die Steuerzahlenden, kämen in der derzeitigen schwierigen Haushaltslage Kosten in Höhe von 1 Mio. € zu. Erschreckend ist, dass selbst Politiker wie Werner Horzella, Chef der dUH, nicht in der Lage zu sein scheinen, eine auf demokratischem Wege aufgrund von Fakten zustande gekommene Mehrheitsentscheidung zu akzeptieren. Horzella entwirft das Schreckgespenst vom ‚Haushaltsloch’ und von ‚Geldvernichtung’ und droht mit einem Bürgerbegehren, wohl wissend, dass ein Bürgerbegehren, das auf einer falschen Information der Bürgerinnen und Bürger beruht, von den Gerichten kassiert werden würde.
Noch einmal: Fakt ist, dass der Sportverein die Kosten der Anlage durch seine Pachtzahlungen letztlich selbst finanzieren wird. Damit wären die Wains einer der ganz wenigen Vereine, der die Finanzierung seiner Sportstätte selber trüge.
Wie sehr Baseball übrigens von der Jugend angenommen wird, zeigte das Auftaktturnier der dritten Winterliga im BSV NRW in der Bezirkssportanlage Bandsbusch: mehr als 400 Kinder und Jugendliche verfolgten gebannt die Spiele.
Die FDP Hilden, die das positive Ergebnis für die Wains entscheidend mitgetragen hat, kann angesichts dieser Sachlage nur fragen: ‚Wo ist das Problem?’
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